Die katholische Lehre sagt, dass die Kirche nicht nur eine äußere Institution ist, sondern ein Geheimnis: die Gemeinschaft derer, die der Heilige Geist sammelt und mit Christus als seinem Leib vereint, unter der priesterlichen Herrschaft Jesu und im Dienst des Evangeliums. Darum sollten Matthäus und 1 Korinther in ihrem ganzen Zusammenhang gelesen werden und nicht als einzelne Schlagworte.
Jesus hat Petrus und den Aposteln ein wirkliches Fundament für Einheit und Sendung anvertraut. Der Katekismus der Katholischen Kirche und die Dokumente auf vatican.va bleiben verlässliche Bezugspunkte für die katholische Lehre über Katholizität, apostolische Kontinuität und kirchliche Communio.
Zwei biblische Grundlagen kehren im Pfarreileben häufig wieder. In Matthäus 16 gibt Jesus Petrus eine entscheidende Rolle im Werk des Herrn, die Kirche zu bauen. In 1 Korinther 12 spricht Paulus von einem Leib mit vielen Gliedern in Christus. Diese Texte lehren sowohl sichtbare Einheit als auch lebendige Vielfalt innerhalb der einen Kirche.
Zum betenden Lesen
Lies Matthäus 16,13-20 und 1 Korinther 12 in einer kirchlich anerkannten Bibel. Dieser Artikel fasst die Lehre zusammen, ohne lange Schriftstellen zu kopieren.
Communio
Die katholische Theologie betont die Communio (koinonia): Gemeinschaft mit der Dreifaltigkeit, Gemeinschaft der Gläubigen in den Sakramenten und Gemeinschaft mit Papst und Bischöfen als sichtbare Zeichen der Einheit.
Lumen Gentium: Volk Gottes, Leib Christi, Tempel des Geistes
Lumen Gentium stellt drei verbundene Bilder der Kirche vor: das Volk Gottes, das vom Vater gesammelt wird, den Leib Christi, dessen Haupt Christus ist, und den Tempel des Heiligen Geistes, der von innen her geheiligt wird. So wird die Kirche weder auf eine bloß menschliche Organisation reduziert noch in eine vage Spiritualität aufgelöst, die sichtbare Struktur und apostolischen Dienst vergisst. Die vier Kennzeichen der Kirche — die eine, heilige, katholische und apostolische — gehören zu demselben Geheimnis und rufen jedes Glied dazu auf, unter dem einen Herrn Jesus der gemeinsamen Sendung zu dienen.


