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Thaßung in der Familie: Nicht nur ein Gefühl, sondern Gnade
Christliches Leben382 words

Thaßung in der Familie: Nicht nur ein Gefühl, sondern Gnade

Die Worte Gottes in Mt 18 und das Vaterunser verbinden Vergebung mit dem Sakrament; in der Familie ist eine konkrete Entschuldigung und die erneute Verpflichtung zur Beziehung ein Zeugnis der Erziehung für die Kinder.

Vergebung im Evangelium bedeutet nicht, sich missbrauchen zu lassen, sondern den Verletzer vor Gott zu bringen und das Herz von schädlichem Hass zu befreien. Jesus lehrt uns, siebzigmal sieben (Mt 18), nicht wie ein Buchhalter, sondern wie unendlich oft die Entscheidung zu lieben. In der Familie sind Ehemänner und Ehefrauen sowie Eltern Vorbilder für die Kinder: sich entschuldigen mit dem Namen des Fehlers (“Es tut mir leid, dass ich so laut geschrien habe”), alte Streitigkeiten vermeiden, wenn man sich streitet, und den Priester um Rat fragen, wenn Konflikte andauern. Manchmal sind sichere Grenzen notwendig, die mit Vergebung einhergehen — das bedeutet, die Macht nicht erneut an gefährliche Personen zurückzugeben, aber auch nicht zuzulassen, dass Hass das Herz zerfrisst.

Vergebung und Sakrament

Die Beichte nährt die Vergebungsbereitschaft, die wir von Gott empfangen; die Heilige Messe erinnert uns daran, so zu vergeben, wie uns vergeben wurde. Die Familie kann nach einer großen Krise gemeinsam zur Beichte gehen — nicht, um sich “zu zwingen”, sondern um zur Gemeinschaft in der Gnade einzuladen. Wenn ein Mitglied sich weigert, sich zu entschuldigen, kann das andere dennoch beten und sanft einladen, soweit es möglich ist.

„Vergebt einander, wie Gott euch in Christus vergeben hat.”

— Eph 4:32 (Übersetzung)
Versöhnliches Handeln spricht mehr zu den Kindern als eine Predigt über Nachsicht.
Versöhnliches Handeln spricht mehr zu den Kindern als eine Predigt über Nachsicht.

Kinder lernen Vergebung durch körperliche Nähe

Umarmen nach einer Versöhnung, Entschuldigungs-Karten schreiben oder gemeinsam die Folgen beheben (beschädigte Dinge aufräumen) sind alles Sprachen der Liebe. Zwingen Sie die Kinder nicht, „falsche Versöhnung“ zu machen; ermutigen Sie sie jedoch, sich aufrichtig zu entschuldigen, bevor sie den Film am Abend sehen.

Bei Trennung oder Scheidung

Vergebung bedeutet nicht, den Schmerz zu leugnen oder rechtliche Aspekte zu ignorieren; es bedarf einer begleitenden Seelsorge. Die Gemeinde sollte eine Unterstützungsgruppe haben, anstatt nur zu kritisieren. Die Kinder müssen hören, dass Gott die Familie nicht verlässt, auch wenn die Eltern nicht mehr zusammenleben.

Geschwister und verletzende Worte

Streit um Spielzeug hinterlässt langfristige Wunden, wenn die Eltern nicht eingreifen und eine spezifische Entschuldigung einfordern. Es ist besser, zu trainieren: “Du hast damit verletzt, bitte ändere es”, als zu befehlen, still zu sein und so zu tun, als wäre alles in Ordnung. Familienerinnerungen — Fotoalben, Reisen — nähren positive Erinnerungen, damit man in wütenden Momenten daran denkt, dass man geliebt wurde, bevor man es verdient hat.

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Q&A-Bereich

Muss man die Verletzung vollständig vergessen?
Vergeben bedeutet nicht 'wie nie geschehen'; man kann sich erinnern, um sich zu schützen, aber nicht mit Bitterkeit leben.
Der Ehepartner wiederholt den Fehler häufig?
Es ist professionelle Unterstützung und Grenzen notwendig; Vergebung bedeutet nicht, Gefahr zu akzeptieren.