Die Fastenzeit beginnt mit dem Aschermittwoch: die Asche auf der Stirn erinnert daran, “aus der Asche zurückzukehren” — das vergängliche Menschsein und die Gnade Gottes rufen weiterhin. Vierzig Tage erinnern an das Wirken Jesu in der Wüste und die Vorbereitung der Taufbewerber der Kirche. Drei traditionelle Säulen: Gebet, Fasten, Nächstenliebe — alle drei sind verbunden mit der Fastenbotschaft des Papstes in den vergangenen Jahren.
Fasten: Körper und Seele
Das Kirchenrecht erinnert die Erwachsenen an das Fasten und den Verzicht auf Fleisch an den festgelegten Tagen (bitte die Diözese und die Gesundheit beachten). Fasten rettet nicht durch Verdienste, sondern schult die Freiheit von Gier und hilft, an die Hungernden zu denken. Kombiniert mit weniger Bildschirmzeit, Beichte und Geben.
Laetare und die Karwoche
Laetare-Sonntag (Mitte der Fastenzeit) kann in der Farbe Rosa gefeiert werden — Freude, weil die Auferstehung naht. Am Ende der Fastenzeit ist die Karwoche: es geht nicht darum, sich von der Buße “zu erholen”, sondern tiefer in das Geheimnis der Erlösung von Palmsonntag bis Ostern einzutauchen.
Die Fastenzeit mit Kindern und neuen Gläubigen
Kleine Kinder lernen das Fasten durch Geben (Sparschwein für die Nächstenliebe), weniger Spielen oder durch gemeinsame Einkehr mit den Eltern — lange Predigten sind nicht nötig. Die Taufbewerber leben oft die Fastenzeit gemeinsam mit der Gemeinde: dies ist eine Gelegenheit, im Einklang mit der Kirche zu sein, bevor sie vollwertig eintreten. Der Artikel ersetzt nicht die Katechese für Neugläubige; er betont nur, dass die Fastenzeit eine gemeinsame Zeit für die gesamte Kirche ist.
Wenn das Fasten familiäre Spannungen oder gesundheitliche Probleme verursacht
Priorität auf Frieden und Weisheit: Menschen mit Vorerkrankungen sind nach dem Gesetz befreit; Menschen, die mit Nicht-Gläubigen leben, können eine Form des Opfers wählen, die keine Missverständnisse hervorruft (z. B. im Haushalt helfen statt über das Menü zu streiten). Das Ziel ist die Umkehr der Liebe, nicht das Gewinnen von Diskussionen am Esstisch.
Fasten und Gebet: nicht isoliert
Die Fastenzeit ist kraftvoller, wenn sie mit der Pfarrei verbunden ist: gemeinsame Einkehr, Kreuzweg, gemeinschaftliche Buße. Zu Hause kann man das Fastenbuch der Diözese nutzen — in Übereinstimmung mit dem Pfarrer, anstatt einen “heiligeren” eigenen Plan zu erstellen und dann erschöpft zu sein. Die Gnade des Fastens kommt aus der Gemeinschaft, nicht nur aus dem persönlichen Willen.
“Kehrt um und glaubt an das Evangelium.”
— Mk 1:15 (Thema der Fastenzeit — zur Kenntnisnahme)

