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Altes Testament und Neues Testament: Die Verbindung und warum Christen beide halten
Bibel Q&A450 words

Altes Testament und Neues Testament: Die Verbindung und warum Christen beide halten

Das Neue Testament ersetzt das Alte Testament nicht wie ein zweiter Film den ersten. Jesus und die Apostel entnehmen die Heilige Schrift Israels das Wort Gottes — Christus ist der Schlüssel zum Alten Testament.

Ein verbreitetes Missverständnis: „Das Alte Testament ist der zornige Gott, das Neue Testament ist der liebende Gott.“ Die Realität ist komplexer und schöner. Die gesamte Bibel erzählt eine Heilsgeschichte: Gott ruft Abraham, schließt einen Bund mit Israel und sendet in „der Fülle der Zeit“ den Sohn, um zu erlösen und neu zu schaffen. Jesus hebt das Alte Testament nicht auf, sondern erfüllt es (siehe die Evangelien über das Gesetz und die Propheten).

Christus ist der “Schlüssel” zum Alten Testament

Die katholische Kirche versteht das Alte Testament im Licht Christi und der Kirche. Viele Bilder (Lamm, Passah, Tempel…) werden durch die Evangelien und die apostolischen Briefe neu beleuchtet. Das bedeutet nicht, dass man jede geheimnisvolle Bedeutung erzwingen sollte, sondern dass man den Offenbarungsprozess mit Ziel erkennt.

Ein geöffnetes Buch — Altes und Neues Testament in einer Bibel
Eine Bibel, die die Kontinuität der Offenbarung zeigt — Gott nicht in zwei Teile geteilt.

Warum brauchen wir das Alte Testament heute noch?

Weil wir das „Neue“ nicht verstehen, wenn wir das „Alte“ im Sinne des Bundes nicht kennen; weil die Psalmen den Gottesdienst nähren; weil die Propheten für Gerechtigkeit und Barmherzigkeit weiterhin die Gesellschaft herausfordern. Die Kirche empfiehlt nicht, das Alte Testament abzulehnen — sondern es im richtigen Kontext und mit der richtigen Lehre zu verstehen.

Interreligiöser Dialog und Respekt vor der Heiligen Schrift Israels

Christen verstehen das Alte Testament als gemeinsames Erbe mit dem Judentum — nicht als Aneignung oder Spott. Die Kirche hat immer wieder die besondere Beziehung zum Volk des Bundes betont; beim Studium der Heiligen Schrift sollte man einen ersetzenden Ton oder das „Wir verstehen es besser“ vermeiden. Diese FAQ ersetzt kein vertieftes interreligiöses Buch; sie stellt nur die Haltung richtig, wenn wir das Buch Genesis oder die Psalmen öffnen.

Das Alte Testament im wöchentlichen Gottesdienst

Fast an jedem Sonntag gibt es eine Lesung I aus dem Alten Testament (oder aus der Apostelgeschichte / einem dazugehörigen Brief). Wenn Sie nur mit dem Evangelium vertraut sind, nehmen Sie sich fünf Minuten Zeit, um vor der Lesung I zu lesen — Sie werden den Rhythmus von Prophetie – Erfüllung erkennen, ohne geheimnisvolle Erklärungen auf jeden Vers anwenden zu müssen. Das ist der praktischste Weg, um für die Gläubigen ins Alte Testament „einzutauchen“.

Das Neue Testament “erklärt rückwärts” das Alte Testament

Wenn Sie die Briefe des Paulus oder den Hebräerbrief lesen, die aus Genesis, Exodus oder den Psalmen zitieren, schlagen Sie den ursprünglichen Abschnitt auf — Sie werden sehen, dass der gleiche Gott die Geschichte fortsetzt, ohne die Seiten zu wechseln. Diese Gewohnheit schult das Auge des Christen, die Heilige Schrift als eine Reise zu betrachten, nicht als zwei gegensätzliche Bücher.

„Sie sprachen über den Meister“ — Jesus erklärt den Jüngern die Heilige Schrift auf dem Weg nach Emmaus.

— Lukas 24:27 (Zusammenfassung)

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Q&A-Bereich

Halten Christen noch die jüdischen Gesetze des Alten Testaments ein?
Christus hat sie vollendet und ihre wahre Bedeutung gewandelt; die Kirche lebt nicht wie die antiken Juden in Bezug auf Rituale und Zeremonialgesetze, nutzt aber das Alte Testament, um den Bund und die Propheten zu verstehen. Die Details sind ein umfangreiches katechetisches Thema — bitte fragen Sie in Ihrer Pfarrei nach.
Was ist mit einigen Passagen des Alten Testaments, die schwer zu akzeptieren sind?
Man muss sie im Kontext des Genres, des historischen Hintergrunds und der Lehre der Kirche lesen; man sollte nicht jeden Vers willkürlich auf die heutige Zeit anwenden. Priester und Theologen helfen bei der Unterscheidung.
Sind die „neueren“ Evangelien vertrauenswürdiger als das Alte Testament?
Beide sind Heilige Schrift; das Neue Testament ist der Höhepunkt der Offenbarung in Christus, entwertet aber das Alte Testament nicht.
Gibt es Bücher, die das Alte und das Neue Testament verbinden?
Der Hebräerbrief (je nach Tradition benannt) und der Römerbrief enthalten viele Zitate; Pfarrei-Bibelkurse lehren oft den Weg „vom Passahfest zur Eucharistie“.